Hallo ihrs,
am WE waren Blaze und ich aufm Seminar.
Die Dozentin, Susanne Schmitt, ist (so habe ich vielfach gehört) wohl DIE Frau wenn der Hund es am Rücken/an den Gelenken hat.
Oder auch noch nicht hat, und nicht kriegen soll.
Das Seminar fand in Kirchlengern statt, bei Katrin Vosswinkel (geb. Blümchen), die sich als Hundephysiotherapeutin einen guten Ruf gemacht hat.
http://www.hundekrankengymnastik.com
Susanne Schmitt hat ihre Praxis in der Nähe von Köln, in Pulheim-Geyen
http://www.dorn-threapiezentrum.de
Es waren ein gutes Dutzend Teilnehmerinnen fast alle mit Hund. Die meisten Hunde hatten unterschiedliche Diagnosen, Spondylose, HD, Cauda Equina, Zustand nach Gelenk OP... also quer Beet. Es waren aber auch gesunde Hunde da, deren Frauchen aus beruflichen Gründen oder aus Interesse teilnahm.
Die meisten TN'Innen hatten medizinische/anatomischee Kenntnisse, Human-Physiotherapeutin, Tier Physio, beides, Tierarzthelferin, KrSchwester. Das war hilfreich, aber nicht Bedingung zur Teilnahme.
Susanne hat ihre Vorträge und Erklärungen allgemein verständlich gehalten, so dass auch der Laie gut nicht mit medizinischen Begriffen zugetextet wurde.
Nach einer theoretischen Einführung wer wann warum die Dorn Behandlungsmethode entwickelt hat, ging Susanne zu den häufigsten Krankheitsbildern über.
Besonderheiten wurden erklärt und auf was man gut achten muss.
Allgemeine Behandlungshinweise, wie Ruhe, den Hund erst ankommen lassen, ohne Zwang arbeiten, nicht zu lange etc. wurden ebenso erläutert wie das Verhalten des Hundes/des Halters nach der Behandlung: ggf. einige Tage Schonung, Leinenzwang etc.
Praktische Teile wurden immer eingeschoben, so dass unsere Hunde nicht überfordert wurden und noch gut motiviert mitmachen konnten.
Sehr gut, war, dass man verschiedene Hunde "fühlen" konnte, die Seminar TN'Innen haben sich sehr nett abgesprochen und mal den Hund für einige Minuten und ein paar Griffe getauscht.
Sehr genau ging Susanne auf den Aufbau der Wirbelsäule ein und hat an ihrer supertollen Malinoishündin Sandy gezeigt, wie man den Hund anfasst, wie der Hund stehen oder liegen sollte und wo man was fühlt. Ebenso ging sie auf jedes Hund/Mensch Team speziell ein, wenn Frauchen nix fühlte oder nicht wußte was sie fühlt... und hat bei diagnostizierten Hunden konkrete Tipps gegeben.
Da am Anfang des Seminares sofort ein umfangreichse Skrip ausgeteilt wurde, mußte man auch nicht viel mitschreiben, nur bei Bedarf ergänzen.
Abgerundet wurde das Thema Dorn-Therapie durch den Austausch von naturheilkundlichen Tipps, was man zusätzlich und unterstützend (z.T. auch bei schulmedizinischer Behandlung des Hundes) tun kann.
Es war für mich ein rundum gelungenes Seminar mit einer überaus kompetenten und sehr netten Dozentin.
Auch wenn der Hund noch jung und fit ist macht die Teilnahme Sinn: wie schnell kann es zu Verletzungen durch Sport, Toben oder eine falsche Bewegung kommen - dann ist man froh, wenn man dem Hund Linderung verschaffen kann.
Mein Fazit: absolut empfehlenswert.
Man bekommt an 2 Tagen sehr viel Wissen und Praxis für ein gutes und möglichst schmerzfreies Hundeleben.