Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 07.10.2011 22:26 von Fritze
Ich glaube, bevor wir hier weiter diskutieren, sollten wir uns einmal sehr genau mit der Verdauung und dem Verdauungstrakt vertraut machen, dann ist es vielleicht auch einfacher zu verstehen, warum die nur teilweise kleingekauten Knochen so verklumpen können, oder warum sie so gefährlich sind.
Und was eben so wichtig ist, Knochen ist nicht gleich Knochen.
Ein Splitter von einem Röhrenknochen kann verherende Folgen haben, die feinen sandigen Brösel von einer Gelenkkugel einer Kalbskeule, können zu besagter Verstopfung führen, dies machen auch die platten Knochen der Hüfte und des Schulterblatts.
Alles was aber Knorpelig ist, sind eben keine Knochen und Schwein darf man füttern, wenn man es vorher gut gekocht hat.
Vor 5 oder 10 Jahren war man anderer Meinung, Heute weiss man etwas mehr, weil man genauer hinsieht, weil man aber auch genauer hinsehen kann.
Was geschieht denn mit dem Knochen, der Kalkanteil wird durch die Magensäfte (Säure) aufgelöst, es entsteht ein Brei.
Dieser Brei wird durch die Peristaltik des Darms bis in den Dickdarm transportiert.
Der Dickdarm heisst so, weil er dem Brei das Wasser entzieht, ihn also andickt.
Dieser Kalkbrei, Maurer benutzen sowas auch, verklumpt nun und kann nicht weiter transportiert werden. Es liegt also ein zementharter Verschluss vor, der nur noch operativ entfernt werden kann.
Wenn grössere Knochenmengen verfüttert wurden, kann das auch schon im Dünndarm zum Verschluss führen, was aber mindestens genau so schlimm ist, bei grösseren Mengen Knochen reicht die Magensäure nicht aus diese aufzulösen und die spitzen Teile können die Magen- oder die Darmwand durchbohren.
Darminhalt ergiesst sich in den Bauchraum, es kommt als erstes zu einer Peritonitis, danach zur Infektion weiterer innerer Organe bis hin zum Multiorganversagen, an dem letztendlich der Hund versterben wird.
Auch wenn es nicht gleich so schlimm kommen muss, die spitzen Dinger verletzen die Schleimhaut des Magens.
Diese Schleimhaut schützt den Magen vor der Säure, ist sie verletzt, kommt es irgendwann unweigerlich zu Magengeschwüren.
Warum also Knochen verfüttern, wenn ich das alles durch "nichtstun" verhindern kann?
Liebe Grüße
Peter & Ares
Die jungen sind zwar schneller als die alten,
aber wir alten kennen die Abkürzungen.
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