25.07.2010, 22:56
Da wir hier ja ein überaus neugieriges Völkchen sind, erst mal ein paar Fotos:
Darf ich vorstellen: Pau
![[Bild: 4847331.jpg]](http://up.picr.de/4847331.jpg)
Bitte einmal in die Kamera lächeln!
![[Bild: 4847337.jpg]](http://s1.up.picr.de/4847337.jpg)
"Du sitzt auf der Bank und ich muss hier rumliegen."
![[Bild: 4847341.jpg]](http://s2.up.picr.de/4847341.jpg)
Wer kennt das nicht: Kaum streichelt man den Hund, schon gehen ihm die Haare aus...
![[Bild: 4847349.jpg]](http://s3.up.picr.de/4847349.jpg)
Das ist also Pau, etwa 8 Jahre alt und mein neuer Patenhund im Tierheim. Seine Vorgeschichte ist, dass er ein echter spanischer Straßenhund sein soll. Da er dort immer als Prügelknabe für die anderen Hunde herhalten musste, haben ihn Tierschützer eingesammelt und nun ist er in PB gelandet. Beschrieben wird er als zurückhaltend gegenüber Fremden und diesen gegenüber desinteressiert. Das hält aber anscheinend noch nicht mal den ersten Spaziergang
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Er hat also Null Grunderziehung und wir fangen quasi in der Krabbelgruppe an. Ein bischen hinderlich war, dass er die ersten ein, zwei Male auch nicht wirklich leckerlieversessen war. Aber da ist er nicht der erste "Insaße", der so reagiert. Zerkleinerten, getrockneten Hühnermägen kann auch er nicht widerstehen...
Am Anfang hatte ich das Gefühl, dass ihm das Konzept "Etwas für den Menschen tun, dann Belohnung kassieren" vollkommen fremd ist. Als eine der ersten Übungen bietet sich ja das hören auf den eigenen Namen bzw. das "Hier" an. Eingebaut in den normalen Spaziergang als reines Hörzeichen. Das klappt mal so gar nicht. Er guckt sich überhaupt erst um, wenn ich dann stehenbleibe (und er zwangsweise auch...). Und dann waren da noch andere Unstimmigkeiten: Der fremde Hund, der "aus dem Off" bellt, interessiert ihn nicht die Bohne. Der Vogel, der direkt im Gebüsch neben dem Weg raschelt, wird nicht einmal mit einer Ohrdrehung gewürdigt. Jegliche Ansprache von hinten wird ignoriert.
Nach ein wenig Nachdenken keimte also der Verdacht auf: Der Hund ist taub.
Pau musste dieses Wochenende also einige merkwürdige Aktionen und Beobachtungen über sich ergehen lassen. Darunter:
Also entweder dieser Hund hat ein verdammt dickes Fell, was akkustische Reize angeht - oder er ist ziemlich schwerhörig.
Nun ja, wir bauen gerade das Sitz auf. Ganz normal mit kombiniertem Sicht- und Hörzeichen. Ich bin mal gespannt, ob ich irgendwann mal eine Reaktion auf das reine Hörzeichen bekomme.
Darf ich vorstellen: Pau
![[Bild: 4847331.jpg]](http://up.picr.de/4847331.jpg)
Bitte einmal in die Kamera lächeln!
![[Bild: 4847337.jpg]](http://s1.up.picr.de/4847337.jpg)
"Du sitzt auf der Bank und ich muss hier rumliegen."
![[Bild: 4847341.jpg]](http://s2.up.picr.de/4847341.jpg)
Wer kennt das nicht: Kaum streichelt man den Hund, schon gehen ihm die Haare aus...
![[Bild: 4847349.jpg]](http://s3.up.picr.de/4847349.jpg)
Das ist also Pau, etwa 8 Jahre alt und mein neuer Patenhund im Tierheim. Seine Vorgeschichte ist, dass er ein echter spanischer Straßenhund sein soll. Da er dort immer als Prügelknabe für die anderen Hunde herhalten musste, haben ihn Tierschützer eingesammelt und nun ist er in PB gelandet. Beschrieben wird er als zurückhaltend gegenüber Fremden und diesen gegenüber desinteressiert. Das hält aber anscheinend noch nicht mal den ersten Spaziergang
.Er hat also Null Grunderziehung und wir fangen quasi in der Krabbelgruppe an. Ein bischen hinderlich war, dass er die ersten ein, zwei Male auch nicht wirklich leckerlieversessen war. Aber da ist er nicht der erste "Insaße", der so reagiert. Zerkleinerten, getrockneten Hühnermägen kann auch er nicht widerstehen...
Am Anfang hatte ich das Gefühl, dass ihm das Konzept "Etwas für den Menschen tun, dann Belohnung kassieren" vollkommen fremd ist. Als eine der ersten Übungen bietet sich ja das hören auf den eigenen Namen bzw. das "Hier" an. Eingebaut in den normalen Spaziergang als reines Hörzeichen. Das klappt mal so gar nicht. Er guckt sich überhaupt erst um, wenn ich dann stehenbleibe (und er zwangsweise auch...). Und dann waren da noch andere Unstimmigkeiten: Der fremde Hund, der "aus dem Off" bellt, interessiert ihn nicht die Bohne. Der Vogel, der direkt im Gebüsch neben dem Weg raschelt, wird nicht einmal mit einer Ohrdrehung gewürdigt. Jegliche Ansprache von hinten wird ignoriert.
Nach ein wenig Nachdenken keimte also der Verdacht auf: Der Hund ist taub.
Pau musste dieses Wochenende also einige merkwürdige Aktionen und Beobachtungen über sich ergehen lassen. Darunter:
- Versuchtes Konditionieren des Raschelns der Leckerlietüte. Ergebnis: Klappt nicht. Die Tüte wird erst wahrgenommen, wenn er sie mal gesehen hat. Auch, wenn ich vorher beim Hervorholen vor seinen Augen demonstrativ geraschelt habe.
- Ansprache von hinten: Keine Reaktion
- Schwungvolles in-den-Rollsplit-treten direkt hinter ihm, wenn er voraus geht. Keine Reaktion
- In die Hände klatschen ohne Sichtkontakt: Keine Reaktion
- Beobachten des Ohrenspiels bei diversen Umgebungsgeräuschen. Im Grunde nicht vorhanden. Es gab ein, zwei unklare Situationen, aber kein eindeutiges Anpeilen. Auch Ansprechen von hinten aus 10cm Entfernung bringt nichts. Auch die Fotokamera, die beim Ein- und Ausschalten lustige Geräusche macht, ist uninteressant.
- Sich von hinten dem Hund heimtückisch nähern und direkt hinter dem Kopf kräftig in die Hände klatschen. Bei normalem Hörvermögen wohl nicht empfehlenswert. Aha! Eine kurze Schreckreaktion und ein Blick. Also ist er schon mal nicht vollständig taub. Aber die Reaktion war schwach, verdammt schwach, fand ich. Bei halbwegs normalem Gehör würde ich was anderes erwarten.
- Ohne Sichtkontakt kurze spitze Schreie ausstoßen. Hier habe ich zweimal bei höherer Lautstärke eine Reaktion bekommen. Sein Blick war allerdings unklar suchend, nicht direkt zu mir.
Also entweder dieser Hund hat ein verdammt dickes Fell, was akkustische Reize angeht - oder er ist ziemlich schwerhörig.
Nun ja, wir bauen gerade das Sitz auf. Ganz normal mit kombiniertem Sicht- und Hörzeichen. Ich bin mal gespannt, ob ich irgendwann mal eine Reaktion auf das reine Hörzeichen bekomme.




